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Südkaukasuskonflikt: Russische Truppen rücken auf georgisches Gebiet vor

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Südkaukasuskonflikt: Russische Truppen rücken auf georgisches Gebiet vor

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Im Kaukassuskonflikt bleibt die Lage angespannt – ungeachtet aller Vermittlungsbemühungen. Die russische Armee rückte laut dem Verteidigungsminister auf georgisches Gebiet vor, um neue Angriffe auf das abtrünnige Südossetien zu unterbinden.

Georgische Kampfhubschrauber flogen Augenzeugen zufolge Angriffe in Südossetien. Der Kommandant der russischen Friedenstruppen meldete georgische Luftangriffe auch auf die Provinzhauptstadt Zchinwali.

Die Berichte torpedieren die von Georgien angebotene Feuerpause, die Russlands Präsident ablehnt. Dmitri Medwedew erklärte den Einsatz für größtenteils beendet und schlug eine OSZE-Mission zur Beseitigung der Kriegsschäden vor.

Auch in der Schwarzmeer-Region Abchasien geriet Georgien in die Defensive, Russland stockte seine dortigen Truppen um 9000 Soldaten auf. Seit vergangenen Freitag wurden russischen Angaben zufolge 1600 Menschen bei den Kämpfen getötet, Georgien geht von weniger Opfern aus.

Nach seinem Georgien-Besuch wollte Frankreichs Außenminister Kouchner weiter nach Moskau reisen. Dort wird morgen auch Präsident Sarkozy erwartet. Frankreich hat gegenwärtig den Ratsvorsitz der EU inne. Die EU-Außenminister wollen am Mittwoch über die Krise beraten.