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Ex-Staatschef des Tschad zum Tod verurteilt

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Ex-Staatschef des Tschad zum Tod verurteilt

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Ein Gericht im Tschad hat den ehemaligen Präsidenten des Landes, Hissène Habré, in Abwesenheit zum Tod verurteilt.

Habré lebt seit 18 Jahren im Exil im Senegal, nachdem er 1990 vom jetzigen Staatschef Idriss Déby gestürzt wurde. Acht Jahre lang regierte Habré den Tschad mit harter Hand. Seine Amtszeit war durch schwere Menschenrechtsverletzungen und Gewaltkampagnen gekennzeichnet. Eine Untersuchungskommission beschuldigt ihn, für rund 40.000 politisch motivierte Morde und 200.000 Fälle von Folter verantwortlich gewesen zu sein.

Nicht von ungefähr wird Habré auch “Pinochet von Afrika” genannt. Der Senegal bereitet ebenfalls ein Gerichtsverfahren gegen Habré vor.