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Gedenken an Opfer des Terroranschlags von Omagh

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Gedenken an Opfer des Terroranschlags von Omagh

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Zehn Jahre nach dem Bombenanschlag in der nordirischen Stadt Omagh haben am Freitag Tausende Menschen der Opfer gedacht, unter ihnen auch der irische Premierminister Brian Cowen.

Viele Angehörige waren der Zeremonie allerdings ferngeblieben, um gegen die Inschrift auf einem kürzlich errichteten Mahnmal zu protestieren. Ihrer Meinung nach versuchte der Sinn-Fein-dominierte Stadtrat durch unklare Worte zu verschleiern, dass eine Splittergruppe der IRA für die Bluttat verantwortlich war.

Der Anschlag vom Omagh war der schwerste im Nordirland-Konflikt. Am 15. August 1998 um 15 Uhr 10 zündeten die Attentäter eine in einem Fahrzeug versteckte Bombe im Zentrum von Omagh. 29 Menschen starben, darunter mehrere Kinder. Einige Hinterbliebene haben fünf mutmaßliche Drahtzieher des Anschlags auf zivilrechtlichem Weg verklagt. Sie verlangen eine Entschädigung in Höhe von 12,6 Millionen Euro.

Im Dezember war der bis dahin einzige Angeklagte in dem Fall aus Mangel an Beweisen frei gesprochen worden.