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Gegenseitige Entschädigungszahlungen zwischen Libyen und den USA

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Gegenseitige Entschädigungszahlungen zwischen Libyen und den USA

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Libyen und die USA habe sich auf Schadenersatz für die Opfer gegenseitiger Gewalttaten geeinigt. Bei Anschlägen und Bombardements in den 80er-Jahren waren auf beiden Seiten viele duzend Menschen getötet worden. Die Nachkommen sollen nun aus einem gemeinsamen Fonds Entschädigungen ausgezahlt bekommen. Für den David Welch, den amerikanischen Verhandlungsführer in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist das ein wichtiger Schritt für beide Länder. Es bestünde nun die Möglichkeit ganz normaler Beziehungen.

Die Angehörigen der Opfer dreier Ereignisse sollen nun entschädigt werden: Am 16 April 1986 hatten die USA zwei libysche Städte bombardiert, und dabei über 40 Menschen getötet – darunter die Tochter von Machthaber Muhamar al-Ghadaffi. Dies war ein amerikanischer Vergeltungsakt nach dem Anschlag auf die Berliner Disko “la Belle”, zehn Tage zuvor, bei dem drei Menschen starben, darunter zwei US-Soldaten. Bei dem Anschlag auf ein amerikanischen Passagierflugzeug, das zwei Jahre später über der schottischen Stadt Lockerbie explodierte kamen 270 Menschen um’s Leben.