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Russland verzögert Truppenabzug aus Georgien

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Russland verzögert Truppenabzug aus Georgien

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Noch hat der angekündigte Rückzug der russischen Truppen aus Georgien nicht stattgefunden. Mehr als hundert Panzerfahrzeuge rückten sogar aus der Stadt Sugdidi noch weiter ins Landesinnere vor. Und Moskau verstößt damit auch nicht gegen den Friedensplan, den der französische Präsident Nicolas Sarkozy vermittelte hatte: Ein Passus des Abkommens gesteht es Moskau zu, “bis zur Bildung internationaler Mechanismen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu ergreifen.” In Städten wie Gori zeigen russische Truppen weiter Präsenz.

Präsident Michail Saakashvili hatte sich das so nicht vorgestellt, er beklagt dass russische Truppen zur Zeit ein Drittel seines Landes kontrollieren. Dass sie weiter schweres militärisches Gerät nach Georgien schaffen. Darüber hinaus seien tausende russischer Söldner im Land, die plündern und Frauen vergewaltigen.

Russland zufolge seien die Truppen nötig um die Bevölkerung zu schützen, und Waffenbestände der georgischen Armee sicherzustellen – dies sei eine der im Abkommen vorgesehenen Sicherheitsvorkehrungen. Ausländische Beobachter werfen der Armee aber vor, sich an Angriffen von Separatisten gegen Stellungen der georgischen Armee zu beteiligen.