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Südossetischer Präsident schließt Rückkehr georgischer Flüchtlinge aus

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Südossetischer Präsident schließt Rückkehr georgischer Flüchtlinge aus

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Georgier, die aus Südossetien geflohen sind, dürfen nicht mehr zurückkehren. In einem Interview mit der Moskauer Zeitung “Kommersant” erklärte der Präsident der international nicht anerkannten Republik Südossetien, Eduard Kokoity, man werde die Flüchtlinge nicht mehr nach Südossetien lassen.

Laut Kokoity wurden zahlreiche georgische Dörfer rund um die südossetische Hauptstadt Zchinwali bei den Kämpfen dem Erdboden gleich gemacht. Schon deshalb sei eine Rückkehr der geflohenen Georgier ausgeschlossen, sagte er – und auch aus Sicherheitsgründen: Man werde nicht zulassen, dass es womöglich zu neuen Unruhen komme.

Am Donnerstag hatten Kokoity und der Präsident der ebenfalls nicht anerkannten Republik Abchasien, Sergej Bagapsch, im Kreml einen Sechs-Punkte-Friedensplan unterzeichnet. Russlands Staatschef Dmitri Medwedew erklärte dabei, er unterstütze jede Entscheidung Abchasiens und Südossetiens hinsichtlich ihres zukünftigen Status.

In Zchinwali scheint sich die Lage unterdessen langsam zu normalisieren. Russland kündigte an, im Lauf des Tages werde die Wasserversorgung in der Stadt wiederhergestellt.