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Zehntausende von Flüchtlingen in Georgien

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Zehntausende von Flüchtlingen in Georgien

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Die Fahnen wehen auf Halbmast, Georgien trägt Trauer. Nach Angaben der Europäischen Kommission in Brüssel benötigen rund 150.000 Menschen Hilfe. Auch in dem vom Krieg nicht unmittelbar betroffenen Tiflis herrscht Besorgnis und Unsicherheit. “Wir wollen wissen, was dieses internationale Abkommen beinhaltet”, so ein Bewohner der Hauptstadt. “Die Abkommen werden ohnehin gebrochen. Man sollte ihnen keine einzige Minute Glauben schenken.” Die Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks, das von 115.000 Flüchtlingen spricht, unterscheiden sich leicht von denen der EU-Kommission. Tausende suchen in einem Camp in der Nähe von Tiflis Hilfe. Viele sind verzweifelt.

“Saakaschwili ist an dem Unglück der Georgier, Osseten und Russen schuld”, sagt eine Frau aus einem Dorf in der Nähe der abtrünnigen Region Südossetien. “Freilich gab es einige Schwierigkeiten, doch wir konnten zusammen leben. Mein Haus hatte acht Zimmer, doch nun habe ich alles verloren.” Russland beschränkt seine Hilfe auf Südossetien. Nach Angaben aus Moskau wurden Lebensmittel und Baumaterial in die Hauptstadt Zchinwali gebracht.