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Kaukasus-Krieg: Beginn der Flüchtlingshilfe

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Kaukasus-Krieg: Beginn der Flüchtlingshilfe

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Wenn die oberen von Frieden reden, ist das gemeine Volk oft noch nicht ganz sicher, ob er wirklich kommen wird. Dennoch kehren Südosseten, die vor den Kämpfen geflohen waren, in großer Zahl nach Zchinwali zurück, der Hauptstadt der von Georgien abtrünnigen Republik. Denn eines wissen die Menschen hier sicher: Russland wird nicht mit großzügigen Hilfszahlungen geizen. In kürzester Zeit sollen die Wasserleitungen repariert, und die Situation der Einwohner verbessert werden heißt es in Moskau. Allerdings gilt das nur für ethnische Südosseten; Georgier die geflohen waren, sollen nicht mehr zurückgelassen werden.

Auch in Tiflis läuft die Hilfe an. Rund um die georgische Hauptstadt gibt es über 70 Flüchtlingslager. Viele davon bestehen seit den ersten Kämpfen um die abtrünnigen Republiken vor 18 Jahren. Hier kommen die Hilfsgüter problemlos an, die unter anderem aus Deutschland eingeflogen werden.

Schwieriger ist die Lage in Städten wie Gori, die weiterhin von der russischen Armee kontrolliert werden. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen schätzt, dass Zehntausende Menschen keinen Zugang zu den Hilfslieferungen haben.