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Russland stimmt europäischem Friedensplan zu

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Russland stimmt europäischem Friedensplan zu

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Die russischen Truppen sollen nach den Worten des Außenministers Sergej Lawrow schrittweise aus Georgien abgezogen werden. Die Erklärung Lawrows steht im Widerspruch zu dem inzwischen auch von Russland unterzeichneten Rahmenplan, der ausdrücklich den Rückzug des Militärs vorsieht. Der russische Präsident Dmitri Medwedew unterzeichnete am Samstag den europäischen Plan, den am Vortag der georgische Staatschef Michail Saakaschwili angenommen hatte. Lawrow sagte, der Abzug aus der Konfliktzone solle im Einklang mit der Stationierung einer Friedenstruppe erfolgen.
Lawrow sprach jedoch nicht von einer internationalen Friedenstruppe.

Über die Lage in Georgien herrschen weiterhin widersprüchliche Angaben. Der russische Generalstab in Moskau dementierte Medienberichte, wonach russische Truppen weiterhin in Gori nordwestlich der Hauptstadt Tiflis sowie in der Hafenstadt Poti stationiert sind. Andererseits hieß es aus Moskau, die Truppen blieben in Gori, weil man dort einen georgischen Stützpunkt mit 15 Panzern entdeckt habe.

Beobachtern zufolge könnte die Zerstörung der Ausrüstung der georgischen Armee zu den Aufgaben der russischen Truppen gehören. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig eine Eisenbahnbrücke bei Kaspi zerstört zu haben. Sie ist Teil der wichtigsten West-Ost-Verbindung Georgiens.