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Rußland kündigt Truppenabzug an

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Rußland kündigt Truppenabzug an

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In einem Telefongespräch mit dem französischen Präsidenten und EU-Ratsvorsitzenden Nicolas Sarkozy kündigte der russische Präsident Dimitri Medwedew am Sonntag den Abzug der russischen Truppen aus Georgien an. Der Rückzug solle Montagmittag beginnen. Er betreffe jene Einheiten, die zur Verstärkung der russischen Friedenstruppen in den Südkaukasus verlegt worden waren. Sarkozy hatte in dem Gespräch Medwedew mit “ernsten Konsequenzen für die Beziehungen Rußlands zur EU gedroht”.

Kampfhandlungen wurden am Sonntag nicht gemeldet. Die russischen Truppen haben nach Angaben des Oberbefhlshabers vor Ort mit einer Umgruppierung begonnen. Die Stellungen bei Gori dienten der Absicherung des russischen Rückzugs.

Flüchtlinge, die wie Nina Maschkowskaja nach Gori zurückkehren, fühlen sich noch immer unsicher: “Was ist der Unterschied, ob die Kinder hier oder in den Bergen sterben?”, meint Maschkowskaja.

Vor der Ankündigung des Abzugs hatten russische Truppen das wichtigste Wasserkraftwerk Georgiens im Grenzgebiet zu Abchasien besetzt. Damit sollten Sabotageakte verhindert werden, hieß es.