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Hilfe für Flüchtlinge in Georgien: Rot-Kreuz-Fahrzeuge erreichen Gori

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Hilfe für Flüchtlinge in Georgien: Rot-Kreuz-Fahrzeuge erreichen Gori

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In der tagelang blockierten Stadt Gori, sind am Sonntag Fahrzeuge des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz eingetroffen. Zu den Spender-Organisationen zählt auch der türkische Rote Halbmond.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden im georgischen Kernland fast 100.000 Menschen vertrieben, in Südossetien etwa 30.000. Weitere 30.000 haben im benachbarten Russland Zuflucht gesucht. “Mein Kind wacht nachts auf und schreit: ‘Mama, es fallen Bomben, Bomben’”, berichtet eine Frau. “Wir sind Vertriebene. Jene, denen die Flucht nach Tiflis gelungen ist, sind viel besser dran als wir.”

Nach Angaben von Diplomaten ist die Lage in Gori dramatisch. Etwas besser ist sie in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Dort traf inzwischen der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Jakob Kellenberger, ein. Er zeigte sich betroffen über das Ausmaß des Flüchtlingselends. “Diese Menschen sind verletzlich und abhängig”, sagt Kellenberger.

Georgische Techniker begannen mit der Reparatur einer zerstörten Eisenbahnbrücke im Westen von Tiflis. Auf der Strecke wird Erdöl transportiert, das in Aserbaidschan gefördert wird und für Europa bestimmt ist.