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Säbelrasseln aus Moskau

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Säbelrasseln aus Moskau

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Russland hat trotz internationaler Kritik an seinem Vorgehen in Georgien damit gedroht, in einem ähnlichen Fall genauso zu handeln. “Wer denkt, er könne ungestraft russische Bürger töten, wird eine vernichtende Antwort bekommen”, sagte Präsident Dmitri Medwedew bei einer Veranstaltung mit Veteranen des Zweiten Weltkriegs in Kursk. Er bezeichnete Russland als einen friedliebenden Staat, der jedoch militärisch schlagkräftig sei. Der Kreml hatte seinen Einmarsch damit begründet, dass Bürger mit russischen Pässen in Südossetien angegriffen worden seien.

Nur Stunden zuvor hatte Georgiens Präsident Michail Saakaschwili Russland zum Abzug seiner Truppen und zu Verhandlungen aufgerufen. In einer Fernseh-Ansprache forderte er – so wörtlich – den sofortigen Rückzug der Besatzungskräfte. Ziel der Verhandlungen sollte der Aufbau neuer Beziehungen zwischen den beiden Staaten sein. “Jetzt aber muss die Besetzung beendet werden”, sagte Saakaschwili.