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"Pflicht zum Opfer": Frankreich hält an Afghanistaneinsatz fest

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"Pflicht zum Opfer": Frankreich hält an Afghanistaneinsatz fest

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Nach dem Tod von zehn französischen Soldaten in Afghanistan ist der französische Präsident Nicolas Sarkozy nach Kabul geflogen. Bei dem Angriff auf einen Militärkonvoi waren in der Nacht zum Dienstag zehn französische Soldaten der Internationalen Schutztruppe getötet worden. Es sind die schwersten französischen
Verluste seit Beginn des Afghanistaneinsatzes Ende 2001.

Frankreichs Verteidigungsminister Herve Morin sprach von der “Pflicht zum Opfer” der Soldaten und sagte, sein Land halte an seiner Entschlossenheit im Afghanistaneinsatz fest.

Bei Sarobi 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Kabul waren die französischen Soldaten von etwa 100 Islamisten unter anderem mit Granaten angegriffen worden.

Die oppositionellen Sozialisten in Frankreich forderten eine parlamentarische Debatte über den Afghanistaneinsatz. Sie hatten in der Vergangenheit immer wieder auf die Gefahren einer Eskalation in Afghanistan hingewiesen.