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Russland lässt sich mit dem Rückzug aus Georgien viel Zeit

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Russland lässt sich mit dem Rückzug aus Georgien viel Zeit

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Russland làsst sich trotz des Sechs-Punkte-Plans und wiederholter Zusicherungen mit dem Abzug seiner Truppen aus Georgien Zeit. In der straetgisch wichtigen Stadt Gori, die nicht weit von Tiflis entfernt ist, richtete das russische Militär Straßensperren ein. Nach einer gemeinsamen Erklärung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und des französischen Staaschefs Nicolas Sarkozy soll der Rückzug bis Freitag abgeschlossen sein. Am kommenden Montag will der Föderationsrat, die zweite russische Parlamentskammer über die Anerkennung der Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens beraten. Beobachtern zufolge könnte daher der Abzug der Truppen aus Georgien noch hinausgezögert werden. Auch die Entsendung von unabhängigen Militärbeobachtern ist durch die russische Führung hinausgezögert worden. Moskau stimmte inzwischen der Entsendung von 20 Experten zu. Der Weltsicherheitsrat beendete seine ersten Beratungen über eine neue Resolution zum Georgien-Konflikt ohne Ergebnis. In Gori ließ das russische Militär einen Hilfskonvoi des Roten Kreuzes passieren, internationale Medienvertreter jedoch bekamen keinen Zugang.