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Sarkozy verteidigt in Kabul Afghanistan-Einsatz

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Sarkozy verteidigt in Kabul Afghanistan-Einsatz

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Nach dem Tod von zehn französischen ISAF-Soldaten in Afghanistan hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Einsatz verteidigt. Der schwerste Verlust für die Armee seit 25 Jahren hatte in Frankreich eine heftige Debatte ausgelöst.

Beim Truppenbesuch in Kabul rief Sarkozy die Soldaten dazu auf, nach vorne zu blicken: “Warum sind wir hier? Weil hier über einen Teil der Freiheit in der Welt entschieden wird. Weil hier der Kampf gegen den Terrorismus geführt wird.”

Gemeinsam mit Außenminister Bernard Kouchner und Verteidigungsminister Hervé Morin gedachte der Präsident der am Montag Getöteten. Die Särge sollten heute nach Frankreich geflogen werden. Bei dem Gefecht mit radikalislamischen Taliban 50 Kilometer östlich von Kabul waren zudem 21 französische Soldaten verletzt worden.

Sarkozy sicherte dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai sein weitere Unterstützung zu. Frankreich hatte sein Kontigent kürzlich um 700 auf insgesamt 2600 Soldaten erhöht. Insgesamt gehören der internationalen ISAF-Truppe mehr als 50.000 Mann an.

Der Chef der oppositionellen Sozialisten, Francois Hollande, forderte, die Afghanistan-Mission neu zu definieren. Kommende Woche soll der Verteidigungsausschuss der Nationalversammlung zusammentreten.