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Hinterbliebene wütend auf Fluggesellschaft


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Hinterbliebene wütend auf Fluggesellschaft

Viele Angehörige der Opfer sind wütend, weil das Flugzeug offenbar schon vor dem Start ein Problem hatte.

“Man müsste die umbringen”, sagen Leute hier im Auto; “die wussten, dass was kaputt war, und haben die Maschine trotzdem starten lassen. Unser Neffe, sieben Jahre alt, ist deshalb jetzt tot. Wir wollen Gerechtigkeit!”

Bei manchen Freunden und Verwandten herrscht zunächst quälende Ungewissheit:

“Ich habe grade gehört, dass sie nicht auf der Passagierliste steht”, sagt diese Frau; “aber das verstehe ich nicht: Sie hatte mich doch noch von der Startbahn aus angerufen!”

Im großen Unglück dieses Tages finden manche aber auch noch ihren eigenen Grund, erleichtert zu sein.

“Wir waren drei Minuten zu spät am Schalter und konnten nicht mehr mit”, sagt er; “als wir dann nach einem anderen Flug geguckt haben, haben wir gehört, dass es mit der ursprünglichen Maschine ein Unglück gab.”

Eine Frau schildert: “Meine Tochter hatte mich noch angerufen und gesagt, dass sie jetzt einsteigt. Ich war deshalb sicher, dass sie im Flugzeug war, aber dann stand doch fest, sie ist gar nicht eingestiegen.”

Die Identifizierung der Leichen wird noch längere Zeit dauern. Die Toten wurden in das nahegelegene Messe- und Kongresszentrum gebracht, das nun als Leichenhalle dient – wie schon nach den Madrider Bombenanschlägen vor vier Jahren.

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