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Inferno in Madrid-Barajas

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Inferno in Madrid-Barajas

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Bei dem schweren Flugzeugunglück in Madrid sind nach offiziellen Angaben mindestens 153 Menschen ums Leben gekommen. Nur 19 der Insassen überlebten das Unglück. Die Maschine der spanischen Gesellschaft Spanair war am Montag beim Start über die Landebahn hinausgeschossen und hatte Feuer gefangen.

Ursache des Unglücks könnte der Brand eines Triebwerks gewesen sein. Wegen technischer Probleme war die Maschine zunnächst von der Rollbahn zum Terminal zurückgekehrt und unternahm knapp eindreiviertel Stunden später den verhängnisvollen Startversuch.

Die spanische Infrastrukturministerin kündigte die Einsetzung einer Untersuchungskomission ein, die die Unfallursache genausetens ermitteln werde.

Spanair hat inzwischen die Passagierliste im Internet veröffentlicht
(http://www.spanair.com) und eine Hotline eingerichtet
(+34 971 916 050).

Flug JK5022/LH2554 von Madrid nach Las Palmas auf Gran Canaria war ein Code-Share-Flug von Spanair mit Lufthansa. Nach Angaben der deutschen Fluggesellschaft hatten sieben Passagiere Lufthansa-Tickets, vier von ihnen hatten ihren Wohnsitz in Deutschland.

Die Verletzten wurden mit schweren Brandverletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Ihr Zustand ist sehr ernst.

Die Unglückmaschie war eine 15 Jahre alte McDonnell Douglas 82. Die Baureihe hat eine deutlich unter dem Durchschnitt für Flugzeuge westlicher Hersteller liegende Unfallquote.

Das Unglück ist eines der schwersten in Europa in den vergangenen vier Jahrzehnten.