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Alstom-Standorte in der Schweiz wegen Schmiergeldverdacht durchsucht

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Alstom-Standorte in der Schweiz wegen Schmiergeldverdacht durchsucht

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Wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen sind mehrere Standorte des französischen Industriekonzerns Alstom in der Schweiz durchsucht worden. Wie die Bundesanwaltschaft in Bern mitteilte, wurde ein ehemaliger leitender Angestellter der Alstom-Gruppe festgenommen. Nach Angaben der Behörde besteht der dringende Verdacht der “ungetreuen Geschäftsbesorgung, Korruption und Geldwäsche”.

Dazu sagte eine Alstom-Sprecherin, das Unternehmen arbeite eng mit den Schweizer Behörden zusammen, doch wegen des schwebenden Verfahrens wolle sie keine weiteren Angaben machen.

An den Hausdurchsuchungen waren auch mehrere französische Polizeibeamte beteiligt, nachdem die französischen Behörden ein Rechtshilfeersuchen an Bern gerichtet hatten. Die Justiz legt der Schweizer Alstom Prom AG zur Last, für Aufträge in verschiedenen Ländern Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Wo dies geschehen sein soll, wurde bisher nicht bekannt. Der Festgenommene war als Mitglied der Geschäftsführung der Alstom Prom für die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften verantwortlich.