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Georgien: russischer Rückzug voller Verzögerungen

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Georgien: russischer Rückzug voller Verzögerungen

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Die russische Armee hat begonnen, sich aus der georgischen Stadt Gori zurückzuziehen. Gleichzeitig ist es aber fast ausgeschlossen, dass die heute Abend ablaufende selbstgesetzte Frist für den gesamten Truppenabzug aus Zentralgeorgien eingehalten werden kann.

Einerseits, weil das russische Militär begann Kontrollposten in der selbstausgerufenen Pufferzone zu errichten. Neben dem 500-Mann-starken “Friedenskontingent”, dass in Südossetien selbst bleibt, soll auch in der Pufferzone noch einmal die gleiche Anzahl stationiert werden. Andererseits werden die Truppen, die tatsächlich heimkehren, nach Angaben der russischen Heeres-Führung etwa 10 Tage brauchen, um über Südossetien nach Russland abzuziehen.

Unterdessen bestätigte Russlands Vertreter bei der NATO, Dmitri Rogosin, dass Moskau die Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsbündnis bis auf weiteres auf Eis gelegt habe. Bald solle es eine Grundsatzentscheidung des Kreml über die künftige Kooperation geben, so Rogosin. Der Generalstab in Moskau teilte mit, dass die Afghanistan-Kooperation nicht in Gefahr sei.