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US-Pràsidentschaftskandidat McCain wei' nicht, wieviele Hàuser er besitzt

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US-Pràsidentschaftskandidat McCain wei' nicht, wieviele Hàuser er besitzt

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In Amerika werden Wahlen traditionell mit Wirtschaftsthemen entschieden. Folglich dürfte sich die immer noch nicht überstandene Immobilienkrise, in der viele Wähler ihr Eigenheim verloren, auch an der Wahlurne auswirken.

Und ausgerechnet in dieser Situation konnte der republikanische Kandidat eine einfache Reporterfrage nicht beantworten. Die lautete: Wieviele Häuser besitzen Sie und Ihre Frau? Antwort von John McCain: “ I think, uh, I´ll have my staff get to you. I´ll try to tell you about that.”

Der Kandidat wußte es nicht, verwies an seinen Stab. So eine Vorlage ließ sich Mc Cains demokratischer Rivale Barack Obama natürlich nicht entgehen. Prompt leitete er daraus sein Urteil über die Wirtschaftskompetenz des Republikaners ab: Barack Obama sagte: “ Wenn Sie nicht wissen, wieviele Häuser Sie besitzen, dann überrascht es auch nicht, daß sie meinen, die Wirtschaft sei im Grunde stark.”

Selbstverständlich haben die Demokraten genau nachgezählt und herausgefunden: Das Ehepaar McCain besitzt sieben Häuser im Gesamtwert von 13 Millionen Dollar. Da wäre das Weiße Haus natürlich eines zuviel, meinen die Demokraten.

Also Schluß mit lächelndem Händeschütteln nebst fast-Umarmung wie am 16. August vor der öffentlichen Befragung durch einen prominenten Geistlichen.

Jetzt geht es auf zum Endspurt, da zählen die harten Fakten. Und die besagen, die Vereinigten Staaten stecken mit ihrem Staatshaushalt so tief in den Roten Zahlen, daß den kein Präsident in vier Jahren ausgeglichen gestalten kann. Zumal auch noch die äußeren Faktoren noch wie vor ungünstig sind. Die Finanzmärkte bleiben instabil
und als Folge der Immobilienkrise haben die Amerikaner gerade Unerhörtes erlebt:
Die beiden großen Hypothekenbanken FannieMae und Freddie Mac wurden unter staatliche Aufsicht gestellt, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. In einem Land, in dem staatliche Eingriffe in die Wirtschaft fast schon als Teufelswerk gelten, ist das ein denkbar schlechtes Zeichen.

Und das andere Negativzeichen erleben die Amerikaner tagtäglich an den Tankstellen.
Beim Autofahren sparen – welch unamerikanischer Gedanke! Zur Notwendigkeit wird das auf alle Fälle für jene 14 Prozent der US-Bürger, deren Schuldenlast heute bereits den Wert ihres gesamten Besitzes überschreitet.