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Joseph Biden – ein alter Hase der US-Außenpolitik

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Joseph Biden – ein alter Hase der US-Außenpolitik

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Joseph Biden sitzt seit fast 35 Jahren im Senat, er ist damit einer der Dienstältesten dort. Das befähigt ihn nicht unbedingt, Obamas Versprechen einer ganz neuen Politik in Washington zu verkörpern. Aber er ist eines der seit langem vertrauten Gesichter der amerikanischen Außenpolitik und damit hat er eine Hauptqualität die dem Präsidentschaftskandidaten fehlt, so Allan Lichtman der an der “American Universtity” in Washington DC zeitgenössische Geschichte lehrt: “Obamas schwächster Aspekt ist genau Bidens stärkster Punkt!” Schließlich sei er ja auch Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses im Kongress. “Außerdem scheint er ein Mann des Volkes und könnte damit weißen Arbeitern gut ankommen.”

Wie vor 20 Jahren schon bewarb sich Biden auch diesmal selbst um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Diesmal scheiterte er schon nach der ersten Vorwahl im ersten Bundesstaat. 1988 musste er ausscheiden, nachdem bekannt wurde, dass er Teile einer Rede von einem britischen Kollegen abgeschrieben hatte.

Nichtsdestotrotz: seine Erfahrung ist unbestritten. In den vergangenen Tagen war er in Tiflis. Er war es, der die amerikanische Hilfe für Georgien organisiert hatte. Und auch in anderen Krisengebieten der Welt kennt er sich aus. Aber er ist auch bekannt für unüberlegte Erklärungen und, während die wirtschaftliche Ängste zunehmend den Wahlkampf bestimmen hat er auf diesem gebiet ebenso wenig Erfahrung wie Obama.