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Russische Truppenabzug mit Hindernissen

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Russische Truppenabzug mit Hindernissen

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Georgische Truppen übernehmen wieder die Kontrolle über die Autobahn, die den Osten mit dem Westen des Landes verbindet. Auch die zentral gelegene Stadt Gori ist wieder fest in georgischer Hand, nachdem die russische Armee zuvor dort abgezogen war.

Die russische Armeeführung bestritt unterdessen Vorwürfe westlicher Länder, sie würde gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen, dass Frankreich im Namen der EU ausgehandelt hatte. In der Hafenstadt Poti würden allerdings russische Truppen stationiert bleiben – sie seien dort als Friedenssoldaten, dies stünde im Einklang mit dem Abkommen.

Der stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn erhob gleichzeitig schwere Vorwürfe gegen Georgien: Das Land bereite erneut Militäraktionen in der abtrünnigen Region Südossetien vor. Georgier – vor allem in Poti – protestierten unterdessen gegen den Verbleib russischer Soldaten. Die Stadt liege außerhalb der Pufferzone und nichts rechtfertige die Präsenz der Truppen noch.