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Neuer Streit zwischen Moskau und Washington.

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Neuer Streit zwischen Moskau und Washington.

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Nach dem weitgehenden Abzug russischer Truppen aus dem georgischen Kerngebiet, streiten Moskau und Washington über Kontrollpunkte und Pufferzonen in der Krisenregion. Russische Soldaten sichern die abtrünnigen Gebiete Süd-Ossetien und Abchasien. Die USA werfen Russland deshalb vor, sich nicht an die Vereinbarungen des Sechs-Punkte-Friedensplanes zu halten.

Russisches Militär kontrolliert den georgischen Schwarzmeerhafen Poti. Er ist ein wichtiger Umschlagplatz für Öl aus dem Kaspischen Meer, daß in Umgehung Russlands in Richtung Westen transportiert wird.

Der amerikanische Zerstörer USS McFaul mit Hilfsgütern an Bord hat den Bosporus passiert, ist im Schwarzen Meer und hat Kurs auf Georgien genommen. Russland kritisiert ein NATO-Manöver im Schwarzen Meer, an der auch die deutsche Fregatte “Lübeck” teilnimmt.

Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat sich beim russischen Präsidenten Medwedew für den Rückzug der Truppen bedankt. Einzelheiten zu Punkt fünf des Plans haben beide besprochen. Punkt fünf beschreibt die verübergehenden Sicherheitsmaßnahmen in Georgien. Später sollen diese von der OSZE durchgeführt werden.

Inzwischen kehren auch georgische Soldaten in ihre ehemals besetzten Militärbasen zurück. Wie hier in Senaki besichtigen sie die weitgehend zerstörten Anlagen. Als Verlierer des Krieges sehen sie sich aber nicht. Am 7. August hatte georgisches Militär die südossetische Hauptstadt Zchinvali mit Artillerie und Raketen angegriffen.