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Ende der Regierungskoalition in Pakistan

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Ende der Regierungskoalition in Pakistan

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Kurz vor der geplanten Präsidentschaftswahl ist in Pakistan die Regierungskoalition auseinander gebrochen. Der ehemalige Premierminister Nawaz Sharif – dessen Muslim-Liga die zweitgrößten Koalitionspartei ist – kündigte heute an, dass er sich aus der Regierung zurückzieht, und einen eignen Kandidaten zur Wahl des Staatschefs aufstellt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Volkspartei der ermordeten früheren Regierungschefin Benazir Bhutto – die größere Regierungspartei – ihren Parteichef, Bhuttos Witwer Asif Ali Zadari, zum Präsidentschaftskandidaten erklärt.

Anders als Zadari fordert Sharif die Wiedereinsetzung von 60 Verfassungsrichtern, die der mittlerweile zurückgetretene Staatspräsident Pervez Musharraf während des Ausnahmezustands im vergangenen Herbst entlassen hatte. Auch sein Präsidentschaftskandidat, Saeed uz Zaman Siddiqui, ist ein ehemaliger Verfassungsrichter.