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Israel lässt 199 palästinensische Häftlinge frei

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Israel lässt 199 palästinensische Häftlinge frei

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Israel will am Montag 199 palästinensische Häftlinge freilassen. Die Begnadigungen fallen mit dem Besuch von US-Außenministerin Rice in der Region zusammen.

Die meisten der Freigelassenen stehen der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Abbas nahe. Darunter sind auch zwei Häftinge, die wegen tödlicher Anschläge auf Israelis zu lebenslanger Haft verurteilt worden waren. So wie Laylas Vater, der 1980 noch vor ihrer Geburt verhaftet wurde: “Er ist im Gefängnis, weil er Opfer für sein Heimatland Palästina gebracht hat”, sagt sie, “er hat einen Juden getötet.”

Dass auch Häftlinge freikommen sollen, die Israelis getötet haben, ist innerhalb der Regierung umstritten. Und auch Opfervertreter wie Meir Eindor kritisieren den Schritt: “Die israelische Regierung begeht einen Fehler, wenn sie Terroristen freilässt, die Blut an ihren Händen haben, zum ersten Mal seit vielen Jahren. Das zeigt den Menschen in der Region, dass sich Terror lohnt.”

Nach palästinensischen Angaben sitzen bis zu 11.000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen. Ende vergangenen Jahres kamen 429 von ihnen frei. Die radikalislamische Hamas kritisierte, dass auch diesmal keines ihrer Mitglieder unter den Freigelassenen ist.