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Israel lässt palästinensische Häftlinge frei

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Israel lässt palästinensische Häftlinge frei

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Israel hat knapp zweihundert palästinensische Häftlinge freigelassen. Fünf Busse brachten die Männer nach Ramallah in das Westjordanland, eins der beiden Palästinensergebiete.

Unter den Freigelassenen sind auch zwei Männer, die seit rund dreißig Jahren im Gefängnis saßen. Sie waren Ende der siebziger Jahre verurteilt worden, wegen ihrer Beteiligung an tödlichen Anschlägen. Trotz der Freilassung bleiben aber auch noch rund elftausend Palästinenser in israelischer Haft.

Mit der Freilassung will Israel Machmud Abbas unterstützen, den vergleichsweise gemäßigten Palästinenserpräsidenten, der das Westjordanland regiert. Das zweite Gebiet, der Gazastreifen, wird dagegen durch die konkurrierende Hamas-Bewegung kontrolliert, die Israel gegenüber feindlich eingestellt ist.

Die Freilassung der Häftlinge fällt zusammen mit einem Israel-Besuch von Condoleezza Rice. Die amerikanische Außenministerin will sich erneut um Fortschritte bei den Friedensgesprächen bemühen.

Die USA hofften ursprünglich, dass sich beide Seiten bis zum Jahresende auf einen Friedensvertrag
einigen können. Dieses Ziel ist allerdings nach wie vor in weiter Ferne: Seit Jahrzehnten strittige Fragen bleiben auch weiterhin ungelöst. Dazu kommen noch die Spaltung der Palästinenser, die innenpolitische Krise in Israel um Regierungschef
Ehud Olmert sowie die bevorstehende Ablösung im Weißen Haus in Washington.