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Nach Lawinenunglück im Mont-Blanc-Massiv acht Bergsteiger vermisst

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Nach Lawinenunglück im Mont-Blanc-Massiv acht Bergsteiger vermisst

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In den französischen Alpen werden nach einem Lawinenunglück acht Bergsteiger vermisst. Wegen der Gefahr weiterer Lawinen musste die Suche vorübergehend eingestellt werden. Zwei zunächst vermisst geglaubte Italiener konnten sich selbst befreien.

In der Nacht zum Sonntag hatte sich am Mont Blanc du Tacul in rund 3600 Metern Höhe ein Eisblock gelöst und eine Lawine ausgelöst. Die Rettungsmannschaften orteten die fünf Österreicher und drei Schweizer unter einer Eisschicht. Hoffnung, sie lebend zu bergen, gibt es kaum.

Acht weitere Alpinisten wurden verletzt. Frankreichs Innenministerin Michelle Alliot Marie besuchte sie im Krankenhaus in Chamonix. Die Bedingungen seien ausgezeichnet und die Bergsteiger erfahren gewesen, die Führer hätten zu den besten gehört. Es gehe nicht um Unvorsichtigkeit, die Berge seien eine gefährliche Umgebung, selbst für jene, die sie gut kennen.

Einige, wie der Franzose Nicolas Duquesne, hatten großes Glück: “Wir wurden offenbar 500 Meter weit von der Lawine mitgerissen, dann fand man uns im Schnee”, erklärt er am Krankenbett. Einige der Verletzten konnten das Krankenhaus bereits verlassen.

Insgesamt sind in diesem Sommer fast einhundert Menschen bei Bergunglücken in den Alpen getötet worden. Oft war Unvorsichtigkeit der Grund für die Unfälle, manchmal aber auch plötzliche Wetterumbrüche.