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Russisches Parlament will Unabhängigkeit für Südossetien und Abchasien

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Russisches Parlament will Unabhängigkeit für Südossetien und Abchasien

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In Anwesenheit der Präsidenten der beiden abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien hat die russische Staatsduma, die untere Kammer des Parlaments, für eine Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Gebiete gestimmt, – ebenso wie der Föderationsrat, die obere Kammer, dies zuvor getan hat.

Der Präsident Abchasiens Sergej Bagapsch sagte, für Stabilität im Kaukasus gebe es keinen anderen Weg, als Abchasien und Süd-Ossetien die Unabhängigkeit zuzuerkennen. Mit der Anerkennung setze Russland ein Zeichen historischer Gerechtigkeit für die Völker Abchasiens und Südossetiens.

Der südossetische Präsident Eduard Kokoity sagte, Weder Südossetien noch Abchasien könnten unter georgischer Herrschaft leben. Georgien habe sich dies selbst zuzuschreiben. Mit seiner aggressiven Politik habe es einen blutigen Graben zwischen sich und den beiden Gebieten geschaufelt.

Abchasien und Südossetien gehören völkerrechtlich nach wie vor zu Georgien. In Bürgerkriegen spalteten sie sich aber von Georgien ab und haben ihre eigenen Behörden und Präsidenten. Immer wieder demonstrierte die Bevölkerung dort für Unabhängigkeit. Anerkannt wurden sie bisher international nicht. Da Russland sie jetzt anerkennt, verschärft dies den Konflikt mit Georgien.