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Jubel in Ossetien und Abchasien über Entscheidung des Kremel

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Jubel in Ossetien und Abchasien über Entscheidung des Kremel

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In Süd-Ossetien und Abchasien herrscht große Freude über den Beschluß des russischen Parlamentes, die Unabhänigkeit der beiden von Georgien abgefallenen Gebiete anzuerkennen. Seit Jahren habe man auf diese Entscheidung gewartet, heißt es in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali.

“Jetzt können wir ein normales Leben führen in Frieden, Freiheit, Ruhe”, freut sich eine junge Ossetin. “Ich bin froh und glücklich”, meint eine ältere Landfrau.

Süd-Ossetien und Abchasien hatten sich nach dem Zerfall der UdSSR in Bürgerkriegen Anfang der 90er Jahre von Georgien abgespalten. Die jüngste Krise war durch den Versuch Georgiens, Süd-Ossetien zurückzuerobern, ausgelöst worden.

Die Abchasen nutzen sie, um die letzten verbliebenen georgischen Garnisonen zu stürmen. Dabei seien Streubomben erbeutet worden, so die Darstellung der Abchasen, die dem russischen Fernsehn die international geächteten Waffen präsentieren.

Nach einer von starken nationalistischen Tönen geprägten Debatte hatten sich beide Kammern des russischen Parlamentes am Montag einstimmig für eine Anerkennung der Unabhänigkeit Abchasiens und Südossetiens ausgesprochen.

Unter russischen Experten ist umstritten, ob Präsident Medwedew in nächster Zeit dieser Aufforderung nachkommen wird und die Unabhänigkeit der Gebiete anerkennt.

Auf westliche Sanktionen reagierte der Kremel mit der Aussetzung mehrerer Abkommen, die im Rahmen des Beitrittsprozesses zur Welthandelsorganisation WTO abgeschlossen worden waren.