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Neue US-Hilfslieferung in Georgien angekommen

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Neue US-Hilfslieferung in Georgien angekommen

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Georgien begrüßt seinen besten Freund: Aus den USA ist erneut ein Kriegsschiff mit
Hilfslieferungen im Hafen Batumi angekommen. Allerdings war ursprünglich nicht Batumi das Ziel, sondern Poti – also die Hafenstadt, die nach wie vor von russischen Truppen kontrolliert wird. Die USA leiteten das Schiff doch noch um.

Russland hatte die geplante Entsendung eines Kriegsschiffs nach Poti – wenn auch mit Hilfsgütern an Bord – scharf kritisiert. Außerdem warf es den USA vor – ohne das näher zu erläutern -, die Schiffe würden in Wahrheit Waffen nach Georgien bringen. Inzwischen ist ein drittes Schiff mit Lieferungen unterwegs von seinem derzeitigen Heimathafen in Italien.

Georgien setzt seine Hoffnungen nun weiter auf die USA und den Westen: Russland habe sein Blatt überreizt, sagt Präsident Michail Saakaschwili. Natürlich habe es mehr als genug Soldaten zur Verfügung für die kleine georgische Armee. Gegen dreitausend Panzer auf seinem Gebiet könne Georgien nichts ausrichten. Aber nun den Westen einschüchtern zu wollen, das übersteige die russischen Möglichkeiten.

Es geht um die Gebiete Abchasien und Südossetien:
rechtlich Teile von Georgien, faktisch aber schon lange selbstständig. Nach dem bewaffneten Konflikt
mit Georgien hat Russland die beiden Gebiete nun als eigene Staaten anerkannt.

Staatspräsident Dmitri Medwedjew verteidigt das erneut als die einzige Möglichkeit. Sie beruhe in vollem Umfang auf dem Völkerrecht, sagt er; auf der
UNO-Charta und auf internationalen Verträgen.

Als nächstes kommt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Russland und den beiden Gebieten. Dagegen hat Georgien seine verbliebenen
Diplomaten – bis auf zwei – nun aus Moskau abgezogen.