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Russland hat keine Angst vor einem neuen Kalten Krieg

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Russland hat keine Angst vor einem neuen Kalten Krieg

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Russland hat erneut die Panzer rollen lassen. Aus dem Konflikt zwischen Georgien und den abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien wurde ein Krieg, in dem der Kreml Georgien militärisch und politisch in die Knie gezwungen hat.

Der Konflikt im Kaukasus ist damit nicht gelöst. Auch gibt es fast zwei Jahrzehnte nach dem kalten Krieg erneut einen Graben zwischen Russland und dem Westen. “Wir haben vor nichts Angst, auch nicht vor einem neuen Kalten Krieg. Aber wir wollen keinen”, sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew einem russischen Nachrichtensender. In den beiden Regionen, die völkerrechtlich zu Georgien gehören, wurde die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit durch Russland mit Begeisterung aufgenommen.

In Südossetien feierten viele, liefen oder fuhren mit den Fahnen ihrer Region sowie mit der Russlands durch die Straßen. Die Zahl der Einwohner, die von Moskau mit Pässen versorgt wurden liegt bei höchstens 100.000. Abchasien, das am Schwarzen Meer liegt, hat zwischen 150.000 und 200.000 Einwohner. Ohne die großzügige Unterstützung Moskaus können die Regionen wirtschaftlich nicht überleben.

Der georgische Präsident Michail Saakaschwili forderte sein Land nach Moskaus Anerkennung der abtrünnigen Regionen zum friedlichen Widerstand gegen Russland auf.

Vor der russischen Botschaft in Tiflis demonstrierten mehrere Hundert Menschen. Nach Meinung von Experten will Russland eine West-Bindung Georgiens verhindern und statuiert ein Exempel gegenüber der Ukraine und der Moldau.