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Wahlparteitag kürt Obama und Biden

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Wahlparteitag kürt Obama und Biden

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Barack Obama und Joe Biden ziehen für die amerikanischen Demokraten in den Kampf um die Präsidentschaft. Das hat der Wahlparteitag in Denver offiziell beschlossen und damit Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal wird für eine der großen Parteien ein schwarzer Kandidat antreten.

Obama ist an diesem Abend nur kurz zu Gast beim Parteitag; vorerst nimmt Joe Biden die Nominierung offiziell an – der Mann, der an Obamas Seite
Vizepräsident werden soll.

Biden spielt in seiner Rede auf den Gegenkandidaten von den Republikanern an, den Vietnamveteranen John McCain. “Heutzutage reicht es nicht, ein guter Soldat zu sein”, sagt er; “man braucht einen klugen Anführer.”

Die Parteitagsregie hatte dafür gesorgt, dass die Abstimmung erheblich verkürzt wurde. Die Kluft zwischen den Anhängern Obamas und denen von Hillary Clinton, seiner einstigen Rivalin, blieb damit weitgehend unsichtbar. Clinton selber ruft erneut
dazu auf, sich geschlossen hinter Barack Obama zu stellen: Er sei der Kandidat, und er werde auch der Präsident werden.

Auch der letzte Präsident aus den Reihen der Demokraten hat seinen Auftritt: Bill Clinton, auch acht Jahre nach seiner Zeit im Weißen Haus bei den Anhängern äußerst beliebt. Nur kurz erwähnt er, dass seine Kandidatin nicht gewonnen habe; dann aber stellt auch er sich hinter Barack Obama.

“Nach den acht Jahren als Präsident”, sagt er, “und durch meine Arbeit seitdem – in Amerika und weltweit – weiß ich, dass Barack Obama für diesen Posten der richtige Mann ist.”

Allerdings zeigen jüngste Umfragen, dass Obamas Vorsprung vor McCain zusammengeschmolzen ist. Beide liegen demnach jetzt gleichauf.