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Barack Obama sagt John McCain den Kampf an

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Barack Obama sagt John McCain den Kampf an

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Jubel um Barack Obama im Footballstadion von Denver im US-Bundesstaat Colorado: Mehr als 80.000 Menschen hatten sich zu Obamas Grundsatzrede versammelt – genau am 45. Jahrestag der berühmten Rede von Martin Luther King.

Gleich zu Beginn erklärte Obama, er akzeptiere die Nominierung für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten: “Dieser Moment, diese Wahl, ist unsere Chance, die Versprechen Amerikas auch im 21. Jahrhundert am Leben zu erhalten.” Dann beschwor Barack Obama erneut den Wechsel in der US-Politik – und er sagte den Republikanern und deren Präsidentschaftskandidat John McCain mit deutlichen Worten den Kampf an: “John McCain hat in allen Fragen zu 90 Prozent mit Präsident George W. Bush übereingestimmt. Er spricht gern über Urteilsfähigkeit, aber was sagt es über seine Urteilsfähigkeit aus, wenn er meint, Bush habe zu 90 Prozent recht gehabt? Ich weiß nicht, wie Ihr das seht, aber ich wünsche mir mehr als nur eine 10-prozentige Chance für einen Wandel.”

Obamas Anhänger jubelten – und der Präsidentschaftskandidat wurde noch deutlicher in seiner Kritik an seinem republikanischen Rivalen: “McCain sagt, er würde Osama bin Laden bis an die Pforten der Hölle folgen, aber er folgt ihm ja noch nicht einmal bis zu seiner Höhle.”

Der Senator von Delaware Joe Biden wurde als Kandidat für die Vizepräsidentschaft nominiert – ein Signal an jene Wählerschichten, denen Obama zu jung, zu abstrakt und zu intellektuell erscheint. So mancher Kommentator nannte den Parteitag der Demokraten zwar abwertend eine “große Polit-Show”, aber laut Umfragen hat sich Obama mit seiner Rede in der Wählergunst wieder nach vorn schieben können.