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Kaukasus-Konflikt

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Kaukasus-Konflikt

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Georgiens Präsident Michail Sakaschwili ist in den von russischen Truppen umstellten Schwarzmeerhafen Poti gereist. Dort will er sich ein Bild der durch Luftangriffe verursachten Schäden machen und die Einheimischen treffen. Wie nach einem Treffen der EU-Botschafter bekannt wurde, plant die EU bei ihrem Sondergipfel am Montag eine Verurteilung Moskaus, ohne Russland jedoch weiter in die politische Isolation zu treiben.
Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner teilte mit, dass Frankreich keine Sanktionen verhängen wolle. Es wolle den Dialog beibehalten. Sofern es überhaupt eine Lösung geben könne, müsse das eine politische und keine militärische sein.

Russlands Regierungschef Wladimir Putin rief die EU bei einem Interview mit dem ARD-Fernsehen zu einer vernünftigen Position auf: “Es wäre gelogen zu sagen. dass uns der EU-Gipfel unberührt lösst. Natürlich werden wir die Geschehnisse in Brüssel genau verfolgen. Wir hoffen, dass die Vernunft dort siegen wird und dass es eine wirklich objektive Analyse dessen geben wird, was in Südossetien und Abchasien tatsächlich geschah. Georgien brach unterdessen seine diplomatischen Beziehungen mit Russland ab. Die russischen Botschaftsmitarbeiter in Tiflis wurden zur Ausreise aufgefordert.