Eilmeldung

Eilmeldung

Treffen zwischen Abbas und Olmert: Pläne für Teil-Friedenslösung stoßen auf Skepsis

Sie lesen gerade:

Treffen zwischen Abbas und Olmert: Pläne für Teil-Friedenslösung stoßen auf Skepsis

Schriftgrösse Aa Aa

Der israelische Regierungschef Ehud Olmert ist zum zweiten Mal innerhalb eines Monats mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammengetroffen. Olmert will noch in seiner Amtszeit wenigstens ein Teilabkommen mit den Palästinensern schließen. Diesem Plan aber hatte Abbas schon in der vergangenen Woche eine Absage erteilt. Auch die israelische Außenministerin Zipi Livni ging zu Olmert auf Distanz und meinte, man dürfe nichts überstürzen, denn dabei könnten schwere Fehler passieren. Abbas wollte sich vor allem um die Freilassung weiterer palästinensischer Häftlinge bemühen. Unter anderem fordert er die Entlassung des ehemaligen Fatah-Führers Marwan Barguti.

Dass tatsächlich wie geplant noch in diesem Jahr eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern erreicht wird, halten Experten mittlerweile für sehr unwahrscheinlich. Zu zahlreich sind die strittigen Punkte. So kritisieren die Palästinenser die Tatsache, dass die israelischen Siedlungen im Westjordanland weiter ausgebaut werden. Friedensaktivisten warnen davor, dass eine Zwei-Staaten-Lösung mit jeder neuen Siedlung in weitere Ferne rücke.

Und dann ist da noch die besonders heikle Jerusalem-Frage. Israel betrachtet Jerusalem als unteilbare Hauptstadt; die Palästinenser beanspruchen den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Olmert will nun offenbar weitere Parteien als Berater hinzuziehen, so das Nahost-Quartett, den Vatikan und mehrere islamische Länder.