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Commerzbank rechnet nach Dresdner-Übernahme mit Milliardeneinsparungen

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Commerzbank rechnet nach Dresdner-Übernahme mit Milliardeneinsparungen

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In Deutschland erwartet die Commerzbank durch die Übernahme der Dresdner Bank Einsparungen von etwa fünf Milliarden Euro. Etwa 9000 sollen Stellen wegfallen, davon 6500 in Deutschland. Langfristig werde auch der Name Dresdner Bank verschwinden, so Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing.

Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer deutscher Branchenriese – mit mehr als elf Millionen Kunden, 1200 Filialen und einem Marktanteil von 13 Prozent. Die Regierung in Berlin begrüßte die Übernahme und wies zugleich Spekulationen über eine politische Einflussnahme für diese nationale Lösung zurück.

Was den Stellenabbau angeht, so sind demnächst Gespräche mit den Betriebsräten geplant. Die Belegschaft hofft indes auf einvernehmliche Lösungen.

Insgesamt will sich die Bank von zahlreichen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten trennen. Vor allem das Investmentbanking, das bei der Dresdner Bank seit Jahren massiv Probleme macht, soll drastisch eingedampft werden.

Bei Anlegern löste der Bankendeal alles andere als Begeisterung aus. Die Commerzbank-Aktie brach zweitstellig ein.