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Der angekündigte Untergang des Regierungschefs Fukuda

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Der angekündigte Untergang des Regierungschefs Fukuda

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Erst vor einem Jahr hatte Fukuda die Regierungsgeschäfte übernommen, nachdem sein Vorgänger Shinso Abé wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetreten war – damals galt er als Hoffnungsträger seiner Liberaldemokratischen Partei. Kurz zuvor hatte diese zum ersten Mal die Mehrheit im Oberhaus des Parlaments verloren, Fukuda wollte ihr neues Vertrauen geben. Er kündigte einen ruhigeren Regierungsstil, ein friedlicheren Kurs gegenüber dem Nachbarn China und intensivere Kontakte zur Opposition an.

Diese aber sah eine Chance, die fast 50 Jahre währende Herrschaft der Liberaldemokraten zu beenden. Ihre Oberhaus-Mehrheit gab der Opposition die Gelegenheit, immer wieder Fukudas Gesetzesvorhaben zu blockieren. Der Eindruck entstand, die Regierung würde nicht mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes fertig. Ein weiterer politischer Streitpunkt war die Neubesetzung der Spitze der Bank of Japan. Der Opposition gelang es, die Vakanz des Führungspostens zu nutzen, um den Regierungschef als führungsschwach hinzustellen.