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Kritik am Einbürgerungstest in Deutschland

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Kritik am Einbürgerungstest in Deutschland

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Wer in Deutschland eingebürgert werden will, muss ab heute einen Test bestehen. Insgesamt gibt es 300 Fragen, aus denen für jeden Bewerber 33 ausgewählt werden. In 60 Minuten müssen dabei mindestens 17 richtige Antworten gefunden werden. In den meisten Fragen geht es um die deutsche Verfassung, und Geschichte. Isabelle Kalbitzer, die Sprecherin des Berliner Innensenators, hält den Test für ausreichend neutral, es ginge nicht um Gesinnungskontrolle sondern um das Abfragen über die Zustände in Deutschland.

Viele Betroffene aber sehen dennoch Probleme. Erin Ünsal, Sprecherin des türkischen Bundes Berlin-Brandenburg, kritisiert, dass durch eine künstliche Schwierigkeit entsteht, für Menschen, die ansonsten viele Kriterien erfüllen. Kritik gab es auch an spezifischen Fragen. Etliche seien für das Verständnis der deutschen Verfassung völlig irrelevant, so der SPD-Politiker Sebastian Edathy. In vielen anderen Fällen gäbe es mehrere mögliche Antworten.