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Mit Sanktionen schadet sich die EU nur selbst

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Mit Sanktionen schadet sich die EU nur selbst

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Der georgische Präsident Michail Saakaschwili erhofft sich vom EU-Gipfel eine eindeutige Unterstützung seines Landes. Eine Verletzung der territorialen Integrität seines Landes dürfe nicht geduldet werden, forderte Saakschwili.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew erklärte, Russland werde einer Konfrontation nicht ausweichen, sei aber nicht daran interessiert: “Rußland will sich nicht selbst isolieren. Rußland will soweit wie möglich seine Beziehungen zu Europa, den USA und anderen Staaten weiterentwickeln.

Kurz vor Beginn des Gipfels sprachen Medwedew und der EU-Ratspräsident, der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy über die Krise. Bei dem Telefonat ging es um die umstrittenen Pufferzonen, die die russischen Streitkräfte im georgischen Kernland eingerichtet haben. Diese Pufferzonen vor Abchasien und Südossetien sind Teil der Abkommen, mit denen die Bürgerkriege in Südossetien und Abchasien beendet wurden. Georgien hatte in den 90er Jahren ihrer Einrichtung zugestimmt. Vor der georgischen Offensive in Südossetien waren in diesen Pufferzonen keine russischen Truppen stationiert.

Experten warnen die EU vor Wirtschaftssanktionen: “Rußland würd es enorm schaden, wenn es plötzlich kein Öl und Gas mehr in die EU exportieren könnte, aber das würde auch der EU schaden – und beide Seiten wissen das”, sagte Charles Essen der Energie-Experte der International Crisis Group, eines internationalen Thinktanks, der sich auf Konfliktforschung konzentriert.

Die EU bezieht etwa ein Drittel ihres Erdöls und rund 40 % ihres Erdgases aus Rußland. Während Deutschland etwas unter diesem Durchschnitt liegt beträgt die Abhänigkeit der Slowakei und Finnlands rund 90 %.