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Zur Reform des Weinsektors in der EU

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Zur Reform des Weinsektors in der EU

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Der europäische Wein bekommt weltweit immer mehr Konkurrenz. Kann die Reform des Weinsektors die Wettbewerbssituation der europäischen Winzer verbessern?

Es ist die Zeit der Weinlese. Wein – das ist in der EU ein Wirtschaftsfaktor. Aber leider mit rückläufigen Marktanteil – bezogen auf den Weltmarkt.

Belieferten Europas Winzer 1998 noch 71,6 % der Weintrinker unseres Planeten – so waren es 2007 nur 68,2%.

Und der Trend hält an. Wie auch bei anderen Produkten lassen sich immer mehr Verbraucher mit Billigangeboten von der eingeführten Qualitätsware weglocken.

Mit ihrer “Reform des Weinsektors” will die EU jetzt gegensteuern. Zunächst einmal werden kostspielige Subventionen für unverkäufliche Ware abgeschaft. Konkret heißt das für die Branche: Schluß mit Zuschüssen für die Destillation von Wein zu Schnaps.

Zusätzlich sollen EU-weit 175.000 ha Weinanbaufläche gerodet werden. Dafür gibt es Prämien. Ausnahmen können aus Umweltschutzgründen dort gewährt werden, wo die Rebstöcke an Hängen und Steillagen mit ihren Wurzeln die Bodenerossion verhindern.

Eingesparte Subventuionen will die EU in die Modernisierung von Rebflächen wie von Kellereien investieren.

Übrigbleiben und effektiver bewirtschaft werden sollen die Qualitätslagen. Und diesen Winzern wird dann mit einfacheren Etikettierungsvorschriften geholfen. Das Konzept für Qualitätsweine aus der EU gründet sich auf Weine mit geschützten geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen . Die Trockezuckerung ist weiterhin erlaubt – allerdings soll nach und nach der Höchstgehalt der Anreicherung mit Zucker oder Traubenmost gesenkt werden.

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