Eilmeldung

Eilmeldung

Ruhe vor dem Sturm in New Orleans

Sie lesen gerade:

Ruhe vor dem Sturm in New Orleans

Schriftgrösse Aa Aa

In der Metropole New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana herrscht die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Läden und Schulen wurden geschlossen, die Häuser verbarrikadiert, auf den Straßen sind nur noch Fahrzeuge der Polizei und der Feuerwehr zu sehen. Fast auf den Tag genau drei Jahre nach dem Hurrikan “Katrina” haben die Bewohner der Stadt und der Region das Weite gesucht.

Denn an diesem Montag wird der Wirbelsturm “Gustav” auf die Küste treffen. Der Gouverneur des Bundesstaates forderte ein letztes Mal die Unschlüssigen dazu auf, die Region zu räumen: “Die Menschen in den Küstenorten sollten nicht denken, dass sie diesen Sturm heil überstehen könnten.” Wer in der Stadt bleibt, hat keine Hilfe der Behörden zu erwarten. Am Sonntag waren in den bedrohten Gebieten etwa eine Million Menschen in Bussen und Zügen, im Auto und per Flugzeug auf der Flucht.

Anders als 2005, als es tagelang keine ausreichende Hilfe gab und insgesamt 1800 Menschen ums Leben kamen, gab es diesmal Evakuierungspläne. Nach Angaben der Meteorologen zielt “Gustav” in breiter Front direkt auf New Orleans und den Bundesstaat Louisiana. Doch auch der Nachbarstaat Texas ist bedroht. Viele der Bohrinseln vor der Küste wurden ebenfalls evakuiert. Mehr als ein Drittel der beweglichen Bohrtürme wurde geschlossen. Der Golf von Mexiko und die Golfküste von Houston bis nach Louisiana sind das Herzstück der amerikanischen Energie-Industrie. Rund ein Viertel der US-Förderung an Öl stammt aus dem Golf von Mexiko.