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Belgiens Energieminister fordert nach Nuklear-Zwischenfall Konsequenzen

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Belgiens Energieminister fordert nach Nuklear-Zwischenfall Konsequenzen

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Nach dem Nuklear-Zwischenfall in Belgien hat Energieminister Paul Magnette harte Strafen für den Vorstand der betroffenen Fabrik gefordet. Die Atompanne ereignete sich vor zehn Tagen in dem Insitut für Radioelemente IRE. Dort trat radioaktives Jod aus. Die Fabrik liegt in Fleurus bei Charleroi. Die Bevölkerung wurde jedoch erst mit fast einwöchiger Verspätung informiert. Nun werden die Anwohner auf eine mögliche Strahlenbelastung untersucht. Noch bis Sonntag sollen die Bürger kein Blattgemüse und Obst aus Gärten in der Umgebung essen. Energieminister Magnette betonte, er verlange, dass ein neuer Sicherheits-Verantwortlicher ernannt werde. Denn es habe offensichtlich große Lücken gegeben. Außerdem forderte er einen umfassenden Bericht über die Fehler und Konsequenzen für den Vorstand.

Das IRE stellt Radioisotope her, die in der Medizin unter anderem in der Krebsttherapie eingesetzt werden. Wie es zu der schwersten Atompanne in der Geschichte Belgiens kommen konnte, soll nun eine Untersuchung klären.