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"Gustav" in New Orleans – mehr Angst als Schrecken

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"Gustav" in New Orleans – mehr Angst als Schrecken

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Die Angst vor dem Wirbelsturm “Gustav” war groß – aber letztlich ist zumindest New Orleans glimpflich davon gekommen. Anders als vor drei Jahren, als der Hurricane “Kathrina” über 1800 Tote gefordert große Teile der Stadt zerstört hatte, konnten diesmal schon am Tag nach dem Sturm die Aufräumarbeiten beginnen, auch wenn einige Gebiete noch unter Wasser stehen. Außer drei schwer kranken Patienten, die bei der Evakuierung ihres Krankenhauses starben, gab es diesmal in der Stadt keine Toten. Die Sturmböen peitschen zwar wieder durch New Orleans, doch wesentlich weniger heftig als vor drei Jahren. Diesmal hielten viele Deiche und Absperrungen – und auch die Sachschäden sind weit weniger schlimm als das letzte Mal.

Bürgermeister Ray Nagin war erleichtert, ankündigen zu können, dass die Bevölkerung schon in wenigen Tagen in die Stadt zurückkehren kann, und die Aufräumarbeiten nicht wieder Wochen dauern werden. Wahrscheinlich sei die Rückkehr schon in dieser Woche möglich. Dennoch gab es keine komplette Entwarnung. Noch sind viele Menschen in Notunterkünften untergebracht und im Osten der Karibik wurde der Tropensturm “Hanna” zum Hurrikan hochgestuft. Nach Berechnungen von Meteorologen könnte er in den kommenden Tagen direkt auf die US-Küste zusteuern.