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"Gustav" wird schwächer - aber US-Bevölkerung bleibt wachsam

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"Gustav" wird schwächer - aber US-Bevölkerung bleibt wachsam

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Ein abgeschwächter “Gustav” hat die Südküste der USA erreicht. In den Staaten Texas, Louisiana und Mississippi wurde dennoch der Ausnahmezustand ausgerufen. Denn nach wie vor erreichte “Gustav” Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern und peitschte meterhohe Wellen den Mississippi hinauf.

Die Metropole New Orleans glich einer Geisterstadt. Die Behörden hatten Zwangsevakuierungen angeordnet. Rund 45 000 Menschen befanden sich laut Katastrophenschutz in Notunterkünften außerhalb der Krisenregion. Ein Armeesprecher betonte, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei: “Die Wassermassen drücken auf die Deiche. Aber wir sind zuversichtlich, dass sie dieses Mal stand halten.”

“Gustav”, der zunächst mit einer Stärke der Kategorie drei – bei einer Skala von fünf – auf die US-Golfküste zugerast war, hatte sich auf einen Hurricane der Stärke eins und dann zum Tropensturm abgeschwächt. Präsident George W. Bush reiste nicht wie geplant zum Parteitag der Republikaner nach Minnesota, sondern nach Texas. “Sollte nach dem Sturm Hilfe benötigt werden”, sagte Bush, “wird diese durch die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes gewährleistet werden.” Unterdessen ist schon der nächste Hurrikan in Sicht: “Hanna” zog über die Turks and Caicos Inseln und die Bahamas hinweg und nahm Kurs auf die US-Küste.