Eilmeldung

Eilmeldung

Herbe Rückschläge für Thailands Regierungschef

Sie lesen gerade:

Herbe Rückschläge für Thailands Regierungschef

Schriftgrösse Aa Aa

Nach blutigen Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und Regierungsanhängern in Bangkok hat Thailands Regierungschef Samak Sundaravej an diesem Dienstag einen weiteren Rückschlag erlitten: Die Wahlkommission forderte das Verfassungsgericht auf, seine Partei wegen Wahlbetrugs aufzulösen. Sie beschuldigt die People-Power-Party, vor den Wahlen im Dezember Stimmen gekauft zu haben. Zuvor hatte Sundaravej den Ausnahmezustand über die Hauptstadt verhängt. Tagelang hatte er angekündigt, darauf verzichten zu wollen: Nun aber sagte er, angesichts der Zerstörungen durch die Besetzer in seinem Büro habe er das Recht zu dieser Maßnahme. Es sei die einzige Möglichkeit das Problem zu lösen.

In der Nacht waren am Regierungssitz, dessen Gelände seit einer Woche von Oppositionellen besetzt ist, hunderte von Demonstranten aufeinander losgegangen. Anhänger und Gegner der Regierung waren dabei mit Schlagstöcken, Metallstangen und Messern bewaffnet. Nach Angaben von Augenzeugen fielen auch mehrere Schüsse. Ein Mann kam ums Leben. Die Regierungsgegner verdächtigen Sundaravej, die Rückkehr seines vor zwei Jahren gestürzten Vorgängers Thaksin Shinawatra vor zu breiten, dem Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen worden war.