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Parteitag ohne Protagonist: John McCain reist in Hurrikan-Gebiete

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Parteitag ohne Protagonist: John McCain reist in Hurrikan-Gebiete

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Der Nominierungsparteitag der US-Republikaner in Minneapolis-Saint Paul im Bundestaat Minnesota hat zumindest am ersten Tag ohne die eigentliche Hauptperson stattgefunden: John McCain nämlich reiste in die von Hurrikan “Gustav” verwüsteten Gebiete und besuchte dort mehrere Einsatzzentralen.

In Saint Paul trat dafür seine Frau Cindy McCain gemeinsam mit Laura Bush vor die rund 2.400 Delegierten und rief zur Unterstützung der betroffenen Regionen auf. Das Programm des Parteitags wurde wegen des Sturms stark verkürzt. Alle politischen Reden am ersten Tag wurden gestrichen – und es war unklar, ob John McCain überhaupt in Saint Paul erscheinen, oder ob er seine Antrittsrede via Satellit übertragen lassen würde. Es ist das erste Mal, dass ein Parteitag wegen äußerer Einflüsse so tiefgreifend verändert wurde.

Aber nicht nur vom Sturm wurde das Treffen überschattet, auch von schweren Ausschreitungen bei einer Demonstration. Ursprünglich wollten rund 10.000 Gegner des Irak-Krieges friedlich durch die Stadt marschieren. Dann aber zerschlugen einige Demonstranten Schaufensterscheiben, zerstörten Polizeiautos und attackierten Polizisten mit Flaschen und Steinen. Die Sicherheitskräfte setzten Pfefferspray und Rauchbomben ein. Rund 130 Menschen wurden festgenommen.