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Pleiten, Pech und Pannen zum Nominierungsparteitag der US-Republikaner

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Pleiten, Pech und Pannen zum Nominierungsparteitag der US-Republikaner

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Zum Nominierungsparteitag der US-Republikaner haben tausende Kriegsgegner in den Straßen der Zwillingsstädte Minneapolis und St. Paul demonstriert. Sie werfen dem Kandidaten John McCain vor, die Irak-Politik des noch amtierenden Präsidenten George W. Bush nahtlos fortsetzen zu wollen.

Doch die eigentliche Sorge der Organisatoren des Parteitags – der eigentlich eine hochemotionale Jubel-Show werden sollte, so wie der der Demokraten eine Woche zuvor – ist der Wirbelsturm “Gustav”. Zwar ergriff McCain die Gelegenheit, sich kamerawirksam um die Notleidenden zu kümmern, als sei er schon Präsident. Doch will keiner einen zu festlichen Parteitag, während gleichzeitig die Bilder der Sturm-Opfer über die Fernseh-Schirme flimmern.

Und damit ist der Stolpersteine noch nicht genug: Während die Gattinen Bush und McCain auf dem Parteitag sprechen, musste Vize-Kandidatin Sarah Palin eingestehen, dass ihre 17-jährige Tochter schwanger ist. Peinlich, für jemanden der für die sexuelle Enthaltsamkeit von Teenagern eintritt. Eine Parteitagsdelegierte aus Indiana versuchte Vorwärtsverteidigung: Es sei doch gut, dass die Tochter ein Kind bekomme. Es sei noch besser, dass sie bald heirate.

McCains Rivale Barack Obama – dessen eigene Mutter bei seiner Geburt nur knapp volljährig war – möchte darüber aber keinen Wahlkampf führen: Dies habe keinerlei Bedeutung für Sarah Palins politische Qualitäten, und auch keine für ihre Fähigkeit eventuell Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten zu sein. Gerüchte, dass Palin in den 90er-Jahren einer Partei angehörte, die für die Unabhängigkeit Alaskas eintrat, könnten dagegen sehr wohl ein Problem für die Republikaner werden.