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Keine Ruhe an der Preisfront - EZB dürfte Leitzinsen unverändert lassen

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Keine Ruhe an der Preisfront - EZB dürfte Leitzinsen unverändert lassen

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Die Europäische Zentralbank dürfte trotz anhaltender Konjunkturschwäche an diesem Donnerstag das Zinsniveau (derzeit 4,25 Prozent) nicht ändern. Das ist die Meinung der meisten Experten im Vorfeld der Sitzung. Wichtigster Grund ist, dass es an der Preisfront nach Monaten hoher Inflation noch immer keine Erholung gibt.

Mit Spannung werden zugleich die neuesten Prognosen der EZB für Wachstum und Teuerung erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Konjunkturaussichten weiter eintrüben. In den vergangenen vier Quartalen verlangsamte sich das Wachstumstempo von 2,6 auf zuletzt nur noch 1,4 Prozent.

Die Statistikbehörde Eurostat sieht bereits eine Rezessionsgefahr aufziehen, denn von April bis Juni gab es im Vergleich zum Vorquartal eine leichte Schrumpfung der gesamtwirtlichen Leistung.

Allerdings warnte etwa der deutsche Finanzminister vor der Annahme, eine Rezession sei nun unabänderlich. Die langfristigen Aussichten seien besser, als es die kurzfristige Betrachtung denken lasse.

In diesem Zusammenhang dürften die Währungshüter den Rückgang der Energiepreise mit Interesse zur Kenntnis nehmen.