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Indischer Autobauer Tata stoppt nach Protesten Bau von Fabrik

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Indischer Autobauer Tata stoppt nach Protesten Bau von Fabrik

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Das “billigste Auto der Welt” wird für den indischen Hersteller Tata immer teurer. Das 1500-Euro-Auto Tata Nano wird vermutlich nicht in Singur bei Kalkutta gebaut. Der Konzern stoppte die Arbeiten an der Fabrik, in der von Oktober an die Produktion anlaufen sollte.

Grund sind die massiven Proteste örtlicher Bauern. Sie sehen sich nicht angemessen entschädigt und von ihrem Land verdrängt. Die Entscheidung Tatas lässt viele nun perspektivlos zurück. Eine Frau sagt, sie habe ihr Land weggeben, damit ihr Sohn Arbeit bei Tata bekommt – nun stehe sie mit leeren Händen da.

Mehr als 13.000 Bauern sind betroffen, viele davon waren von Anfang an gegen die Proteste. Ich habe eine Ausbildung bekommen, um hier in der Tata-Fabrik zu arbeiten, sagt ein Mann. Aus der ganzen Gegend hätten sich viele Jugendliche einen Jobs erhofft. Jetzt drohten die Träume der Menschen abrupt zu Ende zu gehen.

Tata hatte in die Fabrik bereits mehr als 230 Millionen Euro investiert. Der Konzern erwägt nun, die Produktion an andere Standorte zu verlegen. Eine Rückkehr nach Singur sei äußerst optimistisch.