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Hohe Inflation sorgt bei Zentralbanken zum Stillhalten - Leitzinsen unverändert

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Hohe Inflation sorgt bei Zentralbanken zum Stillhalten - Leitzinsen unverändert

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Die seit Monaten hohe Inflation hat die beiden wichtigsten europäischen Notenbanken zu geldpolitischem Stillhalten veranlasst. Sowohl die EZB als auch die Bank von England liessen die Leitzinsen unverändert – in der Eurozone bleiben sie damit bei 4,25 Prozent.

Und dies trotz einer sich immer mehr eintrübenden Konjunktur. Darauf wies Jean-Claude Trichet vor der Presse in Frankfurt ausdrücklich hin. Allerdings sprach Trichet von einer vorübergehenden Erscheinung, charakterisiert durch hohe Rohstoffpreise, sinkende Verbraucherausgaben und Investitionen. Danach werde sich die Wirtschaft indes allmählich wieder erholen.

Die Bank von England liess ihren Leitzins bei fünf Prozent, was wegen der starken Teuerung ebenfalls erwartet worden war. Wegen der massiven wirtschaftlichen Probleme rechnen Experten aber noch bis zum Jahresende mit einer Zinssenkung. Der einbrechende Immobilienmarkt droht das Vereinigte Königreich in eine Rezession zu ziehen.

Die massivste Anti-Inflationsmassnahme an diesem Tag gab es in Schweden. Die Reichsbank hob den Leitzins auf 4,75 Prozent an. Hier war die Teuerung zuletzt auf den höchsten Stand seit 15 Jahren geklettert.